Bezahle dich selbst zuerst

Denkst du dir gerade: „was meint sie denn nun damit? Ich erhalte doch mein Gehalt von meinem Arbeitgeber und meine Einnahmen durch meine Kunden. Die bezahlen mich doch bereits!“ – Stimmt genau. Doch was bleibt davon eigentlich für dich übrig?

Wenn du nicht genau hinschaust, bleibt am Ende des Monats mal wieder gar nichts für dich selbst. Bezahlt werden nämlich zuerst alle anderen.

Ich verdeutliche dir das mal an folgendem Beispiel: dein ausgezahltes Einkommen oder auch die Einnahmen aus deiner Selbständigkeit bezeichnen wir als die 100%. 100% gehen auf deinem Konto ein als Einzahlung pro Monat. Von diesen angenommenen 100% werden nun durch Daueraufträge folgende Abbuchungen als Auszahlungen vorgenommen: 30% Miete, 10% Nebenkosten und Energie, 5% für laufende Abos, Handy, Internet, 5% für Versicherungen. Verbleiben also noch 50% der monatlichen Einzahlung auf deinem Konto. Während des Monats entstehen dir laufende Ausgaben für Lebensmittel (20%), Tanken (5%), für die Kinder, den Hund, die Katze (10%), für Geschenke und sonstiges (10%). Übrig bleiben also bestenfalls 5% oder eben rein gar nichts, weil all‘ die Kleinigkeiten sich so summiert haben, dass du sogar mehr ausgegeben als eingenommen hast.

Gefühlt hast du dadurch den ganzen Monat über brav alle anderen bezahlt, das Geld verteilt und unter die Leute gebracht. Und schon wieder nichts zur Seite legen können für deinen größeren Träume. Und schon wieder nichts übrig gehabt um dich selbst zu belohnen und in dich selbst zu investieren. Wie fühlt sich das für dich an? Enttäuschend, frustrierend? Fair fühlt es sich jedenfalls nicht an.

Hey, du bist wichtig! Du verdienst dein Geld, du höchstpersönlich und niemand anderes! Insofern solltest du dich zuerst bezahlen, vor allen anderen. So wird’s gemacht:

Positives Bezahlen

Der erste Schritt hierzu ist selbstverständlich dein finanzieller Überblick. Du solltest Klarheit haben über deine finanziellen Ziele und deine finanzielle Situation. Davon ausgehend errechnest du dir einen konstanten monatlichen Betrag, den du dir direkt nach Erhalt deines Gehalts zur Seite legst. Was immer dir möglich ist und sich gut für dich anfühlt. Überweise diesen Betrag auf ein separates Konto und reserviere einen Anteil davon für größere Träum, für Investitionen in dich selbst sowie einen kleineren Anteil für deine kleinen Wünsche. So stellst du sicher, dass du zum einen monatlich langfristig Geld sparst, zum anderen gibst du dir ein Budget, um dir ohne schlechtes Gewissen zwischendurch etwas zu gönnen.

Dich selbst zu belohnen ist wichtig, weil du hart für dein Geld arbeitest. Noch größer ist die Freude und der positive Effekt, wenn du dir Luxus kontrolliert gönnst, weil du dir extra ein Budget dafür eingerichtet hast und es dir leisten kannst.

Letztendlich bekommt so das Bezahlen auch etwas Positives, weil du nicht nur alle anderen bezahlst, sondern auch dich – und das zu allererst!

Ich wünsch‘ dir dabei ganz viel Freude. Wenn du magst, schreib‘ mir wie es sich für dich anfühlt, dich zu allererst zu bezahlen.

Alles Liebe
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2017-05-03T09:26:15+00:00 2. Mai 2017|Categories: Featured, Persönliche Finanzen, Selbständige, Sichtweise|0 Comments

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